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Manfred P. Kage

gehört weltweit zu den herausragenden Persönlichkeiten der künstlerischen und professionellen Mikrofotografie.

Mit innovativen Techniken zur Darstellung in der künstlerischen Fotografie und Videokunst (z.B. kybernetische thermodynamische Regeltechniken für Kristallwachstumsvorgänge) dringt Kage seit 1956 in verborgene neue Welten vor und erreicht bei seinen mikrofotografischen Kunstwerken eine Ästhetik ganz eigener Dimension. Kage manifestiert damit seine Interpretation der Synthese von Wissenschaft und Kunst.

Seit 1958 präsentiert Kage im Kontext zur subjektiven Fotografie und apparativen Kunst seine Werke in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen und Events (z.B. bei den Olympischen Spielen, auf der Biennale, der EXPO, der ars electronica). 

Durch seine 1958 gemachte Erfindung des „Polychromators“, einer Art optischen Synthesizers, gelangen ihm brillante vielfarbige Bildwerke ,die er „Polychromatische Variationen“ nannte.

Ende der 1960er Jahre prägte er den Begriff „Science Art“ für seine künstlerischen Bildwerke und 1974 „Video Science Art“ für seine Videokunst. 

Erst dadurch, dass Kage von Anfang seiner Karriere an sich nicht nur mit der fotografischen Dokumentation begnügte, sondern es verstand, u.a. kristalline Substanzen nach seinen Vorstellungen zu lenken und zu gestalten, gewinnt der Ausdruck „Kunst“ in seiner „Science Art“ mehr als eine paradigmatische Berechtigung. 

Seit 1961 beteiligt Kage sich als ZERO-Künstler an Ausstellungen und Multimediapräsentationen.

Manfred P. Kage erhielt 1964 im Kunstgewerbemuseum in Zürich die Möglichkeit, seine kristalloptischen Kunstwerke Quadratmeter groß auf der ersten von Ciba entwickelten Cilchrome-Print-Emulsion zu präsentieren. 

1965 folgte eine weitere bahnbrechende Erfindung, das „Audioskop“, ein Gerät mit dem Musik live auf eine spezielle Art Quadratmeter groß farbig sichtbar gemacht wurde. Es wurde u.a. 1970 auf der Weltausstellung in Osaka vorgeführt. 

Von ihm ab 1967 entwickelte Repro-Kaleidoskope für die Mikrofotografie und Projektoren für seine Multi-Media-Installationen ergänzten seine künstlerische Arbeit. 

Seit 1975 arbeitete er mit Richard  Monkhouse und Ludwig Rehberg intensiv an der Weiterentwicklung der Video-Synthesizer zusammen. Diese Videosynthesizer machten bahnbrechende Viodeoeffekte in der Videokunst erst möglich, die z.B. auf Ausstellungen des Goetheinstituts „Videokunst in Deutschland“ gezeigt wurden.

1977 entwickelte Kage erstmals die Farbgebung für die Rasterelektronenmikroskopie direkt am Gerät mit einem Gammadiskriminator und begründete damit seine multispektrale REM-Science-Art.

Neben den Science Art Bildwerken entstanden in den 1970er Jahren auch Spezialeffekte für künstlerische Filme wie z.B. „Astropoetikon“, „Das Gespinst“, „Stimmen der Sylphiden“ (Drehbücher H.W. Franke), „Solaris“  von M. P. Kage und B. Kessler, sowie „Impressions de la Haute Mongolie“ von Salvador Dalí, Regie J. Montes-Baquer.

In den 1990er Jahren erhielt Kage eine Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Er ist berufenes Mitglied der DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie), der DFA (Deutsche Fotografische Akademie) und des BFF (Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V.). 

2012 wurde sein Lebenswerk mit dem Kulturpreis der DGPh ausgezeichnet und 2015 krönte die Deutsche Post AG sein künstlerisches Schaffen mit einer Sonderbriefmarkenserie.

Bis heute kreiert Kage Neuentwicklungen für seine künstlerische Mikrofotografie, Mikrovideo und Multimediainstallationen. Zudem zählt er zu den Mikrofotografen, die erstmalig Mikrovideo in HD und 4K sowie bewegte REM-Aufnahmen und mikroskopische Gigapixel-Bilder zeigte.

 

 

 

Manfred P. Kage
Schloss Weißenstein
Schloss 1
D-73111 Lauterstein
tel. +49 [0] 7332 4317
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www.kage-science-art.de